Guerilla-Impro bei IKEA

Im Rahmen einer Unterrichtsstunde für Schauspielschüler des Hamburger Schauspiel-Studios Frese entschied sich Trainerin Verena Lohner kurzerhand spontan eine Stunde im IKEA abzuhalten: Wie sieht es aus, wenn man bei IKEA wohnt? 

Gesagt getan. In vier Gruppen à fünf Teilnehmern wählte sich jede Gruppe eine Technik, Spielform o.ä. und improvisierte drauf los. Die Gruppen sollten vorab schon überlegen, welchen Wohnraum sie bespielen wollten, konnten vor Ort aber notfalls spontan umentscheiden. Applaudiert wurde im dezenten Beatnik-Schnippen.

Von Status-Familiendrama im Kinderzimmer, Stichwort-Rein-Raus im kleinsten Raum der Ausstellung über Reden nur bei Berührung im Badezimmer und freier Impro mit Abfragen in der Küche wurde fröhlich in Szene gesetzt.
Das “Publikum” wurde auf Nachfragen auch gerne versorgt:
“Was passiert denn hier?”
“Das ist ein neuer Service von Ikea – da sehen sie, wie es aussieht, wenn man so wohnt.”
“Kost das was extra?”
“Nee, ist doch Service”
“Das ist ja gut…”

Abschliessend gab es noch eine Führung durch die weitere Ausstellung. Aufgabe hierfür: Jeder wählt sich in Stanislawski Methode (emotionales Erinnern) einen Charakter oder eine Figur und geht als dieser durch die Ausstellung. Ein kapriziöser Führer hatte gut zu tun mit 19 Persönlichkeiten von Seuchenkrankem über Phobiker und Superpessimisten bis Happy Golden Girl.

Die Akteure wurden relativ bald für die ganze Aktion freundlich beschattet. Und das war auch Service.
Danke IKEA für diese Unterrichtseinheit!

Geschrieben am 7. November 2014 von Carmen Below